02.01.2015 Wir trauern...

In Memoriam Wilhelm Huber

Am 14.12.2014 verstarb im achzigsten Lebensjahr Hofrat Dr. Wilhelm Huber, bis 1999 Vorstand der Abteilung Soziales des Amtes der Tiroler Landesregierung. Hofrat Huber setzte 1982 mit seiner Ernennung zum Vorstand dieser Abteilung fort, was bereits sein Vorgänger, Hofrat Dr. Kasseroler begonnen hatte: Die Tätigkeit von ehrenamtlichen Organisationen wurde gebüh­rend gefördert, sodaß diese Institute bedeutende Leistungen für Menschen mit Behinderung erbringen und die Versorgung durch das von Hofrat Dr. Huber im Wesentlichen verfaßte Re­habilitationsgesetz (vom 6.7.1983) sinnvoll und großzügig er­gänzen konnten.

 

 

Dem Verstorbenen lag nicht nur die rechtliche Basis für die Herstellung oder Wiederherstellung von berufli­chen und wirtschaftlichen Fähigkeiten von Behinderten zur Eingliederung in die Gesellschaft am Herzen, er erkannte auch, daß darüberhinaus in der Bevölkerung ein Bewußtsein für die Bedürfnisse dieser benachteilgten Menschengruppe zu schaffen ist, um deren möglichst vollständige soziale Eingliederung zu erreichen. Nicht nur wir Malteser sondern auch andere ähnliche Organisationen fanden immer ein offenes Ohr beim Vorstand der Abteilung Soziales, so konnten wir unseren Betreuten ein breitgefächertes Angebot an Aktivitäten bieten, um ihre Lebensqualität wenigstens in die Nähe dessen zu heben, was für weite Kreise der Bevölkerung selbstverständlich ist und somit ihre soziale Integration fördern. Gleichzeitig war es uns dabei auch möglich, Pflegepersonen, insbesondere pfle­gende Angehörige, zu entlasten und so deren Gesundheit zu erhalten.

Hofrat Dr. Wilhelm Huber engagierte sich auch nach seiner Versetzung in den Ruhestand persönlich in Organisationen, deren Ziel die Rehabilitierung von Behinderten ist. Für sein vorbildhaftes Schaffen wurden ihm neben anderen Auszeichnungen das „Sozialehrenzei­chen der Stadt Innsbruck“ das „Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich“ und das „Großoffizierskreuz des Ordens Pro Merito Melitensi“ verliehen.

 

 

 

Es gibt nichts, was uns die Abwesenheit eines lieben Menschen ersetzen kann und man soll es auch gar nicht versuchen, man muß es einfach aushalten, denn, indem die Lücke wirklich unausgefüllt bleibt, bleibt man durch sie miteinander verbunden.

(Dietrich Bonhoeffer)