09.04.2016 Fest der Kulturen - Ein Danke für 9 Monate Unterstützung am Flüchtlingslager Paschberg



Verlockende Düfte empfingen die bunt gemischte Gruppe, die sich am 09.04. abends in „Malta“ versammelte. Es war umso mehr ein besonderer Abend, waren die Tiroler MALTESER doch Gäste im eigenen Haus, liebevoll bekocht von unseren Freunden iranischer Herkunft. Einige von ihnen hatten in den letzten neun Monaten durch ihren stets hilfsbereiten Einsatz als Dolmetscher einen maßgeblichen Beitrag zu unserer medizinischen Erstversorgung im Verteilerzentrum Paschberg geleistet. Diese   Unterbringung wird nun geschlossen, die dort untergebrachten Menschen werden nun auf andere Standorte verteilt und die Arbeit der MALTESER hat, zumindest am Paschbergweg, vorerst ein Ende. Mit dem köstlichen Mahl, das alle Anwesenden begeisterte, wollten auch sie sich bei uns bedanken.

 

 


 

 

Das gemeinsame Essen wurde zu einem rundum gelungenen Abend, der bei einem gemütlichen Beisammensein seinen fröhlichen Ausklang fand. Andächtig still wurde es im Raum, als einer unserer Übersetzer ein iranisches Liebeslied vortrug. Beim ein oder anderen blitzte ein Hauch von Wehmut durch bei dem Gedanken daran, dass anstelle des routinierten Mittwochnachmittags inmitten von Kisten voller Sanitätsmaterial, Medikamente und Patientenverwaltung in Zukunft wohl ein anderer Einsatz rücken wird.


 

Die Auflösung des Verteilerzentrums am Paschberg beendet ein allwöchentliches Projekt, das unseren Einsatz in der Flüchtlingshilfe in Tirol bis dahin maßgeblich geprägt hat. Wie es weitergeht, werden wir in Kürze beschließen. Unser Engagement in der Kleiderausgabe und die zahlreichen Deutschkurse laufen nach wie vor.


 

Zeit also, Danke zu sagen.

Danke an unsere bemühten und fleißigen Übersetzer für ihren geduldigen Einsatz, und an ihre Freunde für das Festmahl, welches wir gemeinsam feiern durften.

Danke an die Kollegen der Johanniter-Unfall-Hilfe für ihre verlässliche wöchentliche Unterstützung.

Danke an die externen Ärztinnen, Ärzte und DGKS, die sich spontan und mit vollem Elan der medizinischen Erstversorgung angeschlossen haben, unentgeltlich und freiwillig.

Danke den großzügigen Spendern für die finanzielle und materielle Unterstützung des aufwendigen Einsatzes.

Und natürlich danke den vielen Tiroler Maltis die, auch wenn der Dienstplan noch so voll ist, seit Juli 2015 nicht müde werden, unseren Kampf gegen die Heimatlosigkeit und Verlassenheit fortzusetzen, und die auch in schwierigen und ermüdenden Momenten immer aus irgendeiner Ecke die Motivation hervorholen, um weiterzumachen.  Eva Lechleitner